HelixHold Passives C-UAS-System

Physischer Schutz vor Drohnenangriffen

HelixHold ist für den Schutz von militärischen Liegenschaften, Umspannwerken, Tanklagern und anderen exponierten Objekten ausgelegt. Dafür wird ein belastbares Drohnenschutznetz an einer Stahlkonstruktion befestigt, die mit Schraubpfählen aus Stahl im Boden verankert ist.

Das System kann vorab geplant, gefertigt und vorbereitet werden, sodass nur noch die Montage bleibt, wenn Schutz benötigt wird.

Konzeptdarstellung: ein Umspannwerk, umschlossen von einer Stahlkonstruktion mit Schutznetz, unter stürmischem Himmel

Entwickelt und geliefert von Paalupiste, Finnland.

Das System

Ein Gesamtsystem von der Gründung bis zum Netz

Konzeptdarstellung: Querschnitt einer Stahlkonstruktion mit Schutznetz über Transformatoren, unter jeder Stütze ein Schraubpfahl im Boden 3Schutznetz 2Stahlrahmen 1Schraubpfähle
  1. Schraubpfahlgründung

    Schraubpfähle verankern die Konstruktion und nehmen Druck- und Zuglasten auf. Wo es die Bodenverhältnisse zulassen, sind weder Aushub noch Ortbeton nötig.

  2. Stahlkonstruktion

    Die Konstruktion trägt das Netz und leitet Wind- und Anpralllasten in die Gründung ab. Sie kann als Überdachung oder als Einhausung ausgeführt werden, angepasst an das Objekt und die Platzverhältnisse.

  3. Schutznetz

    Das Netz ist dafür ausgelegt, eine Drohne abzufangen, bevor sie das geschützte Objekt erreicht. Maschenweite, Vorspannung, Anzahl der Netzlagen und Abstand zum Objekt werden auf die im Projekt vereinbarte Bedrohungsannahme abgestimmt.

Risikomanagement

Die physische Schutzebene für das Restrisiko

Detektion und aktive Drohnenabwehr (C-UAS) senken die Wahrscheinlichkeit, dass eine Drohne das Objekt erreicht. Ausschließen können sie das nicht. HelixHold ist die physische Barriere gegen dieses Restrisiko und funktioniert ohne Strom, Software oder Bedienpersonal.

  1. DetektionWarnt vor der Bedrohung
  2. Aktive AbwehrVersucht, die Drohne zu stoppen
  3. HelixHoldPhysische Barriere am Objekt
2:18 Konzeptfilm ansehenVorbereitung, Montage und Einsatz. Der Film ist auf Englisch.

Vorbereitung

Vorab vorbereitet, bei Bedarf montiert

Das System wird für den Standort geplant, Stahlkonstruktion und Netz werden vorab gefertigt und eingelagert. Wo es die Bodenverhältnisse zulassen, werden die Schraubpfähle eingedreht und mit Schutzkappen verschlossen, während der Standort in Betrieb bleibt.

Wird Schutz benötigt, bleibt nur noch die Montage. So kann sich ein Standort auf eine verschärfte Bedrohungslage vorbereiten, ohne dass die gesamte Konstruktion dauerhaft stehen muss. Das System lässt sich auch sofort montieren.

Vorab

Konzeptdarstellung: Netzrollen, Stahlprofile und Schraubpfähle, auf Paletten eingelagert
01Geplant und gefertigtKonstruktion und Netz werden nach der Standortplanung gefertigt und eingelagert.
Konzeptdarstellung: ein mit Schutzkappe verschlossener Gründungspunkt im Schotter neben einem Zaun
02Gründung gesetztDie Schraubpfähle werden eingedreht und bündig mit der Geländeoberkante oder darunter verschlossen.

Bei Bedarf

Konzeptdarstellung: Ein Monteur hebt die Schutzkappe von einem vorbereiteten Gründungspunkt in einem Umspannwerk
03Gründungspunkte geöffnetDie Schutzkappen werden entfernt, die Pfähle sind bereit für die Konstruktion.
Konzeptdarstellung: Ein Kran hebt bogenförmige Konstruktionsteile über ein Umspannwerk
04Konstruktion und Netz montiertDie Konstruktion wird mit den Pfählen verschraubt, das Netz montiert.

Aufpralltest

Der Aufpralltest im Video

Eine Drohnenattrappe in der Größenklasse einer Shahed 136 wird in ein Netzfeld an einem Prüfrahmen aus Stahl geschossen, der auf Schraubpfählen von Paalupiste steht.

200+kg
Masse der Drohnenattrappe
2,5m
Spannweite
330kJ
Aufprallenergie
4 × 4m
Größe des Netzfelds
Originalaufnahmen
Ein Mitarbeiter von Paalupiste beobachtet das Netz am Prüfrahmen aus Stahl
Nahaufnahme des im Test verwendeten Schutznetzes

Für jeden Standort ausgelegt

Zuerst wird das erforderliche Schutzniveau vereinbart, danach werden Netz, Konstruktion und Gründung darauf ausgelegt. Der Abstand zwischen Netz und Objekt berücksichtigt, wie weit das Netz beim Aufprall nachgibt. Zwei- oder dreilagige Netze sind üblich, ballistischer Schutz kann bei Bedarf ergänzt werden.

Einsatzbereiche

Wo HelixHold eingesetzt werden kann

Konzeptdarstellung: eine bogenförmige Netzkonstruktion über den Transformatoren eines Umspannwerks

Energie- und Wasserversorgung

Umspannwerke, Batteriespeicher und Pumpwerke.

Konzeptdarstellung: eine Netzeinhausung über gepanzerten Fahrzeugen in einem Depot

Verteidigung

Werke der Verteidigungsindustrie, Depots und Fahrzeugabstellflächen.

Konzeptdarstellung: ein Lkw mit Netzrollen und Stahlprofilen an einem Hafentor

Industrie und Logistik

Häfen, Terminals, Logistikflächen und Industrieanlagen.

Konzeptdarstellung: eine Netzkuppel über einer Gruppe von Kraftstofftanks

Kraftstoff und Lagerung

Tanklager, Verladestellen und Kraftstofflager im Freien.

Lieferung

Entwickelt und geliefert von Paalupiste

Gesamter Lieferumfang

Komplettsystem
  1. 01

    Planung

    Ein tragendes Gesamtsystem, bemessen nach den Eurocodes oder nationalen Normen.

  2. 02

    Schraubpfähle

    Gründung mit Anschlusspunkten für die Konstruktion.

  3. 03

    Stahlkonstruktion

    Konstruktion und Anschlüsse, geplant für Standort und Objekt.

  4. 04

    Schutznetz

    Ausgelegt auf die vereinbarte Bedrohungsannahme, bei Bedarf mit Ersatznetzen.

Projektbezogen vereinbart

  • Vorab gesetzte Gründung
  • Einlagerung von Konstruktion und Netz
  • Montage durch das HelixHold-Team oder das eigene Team des Kunden

Paalupiste, Finnland

Paalupiste plant, fertigt und errichtet Gründungen und Stahlkonstruktionen. Projekte wurden in ganz Europa und in den USA umgesetzt.

700.000+
gelieferte Pfähle
25+
Jahre Erfahrung in der Gründungstechnik
  • EN 1090
  • ISO 9001
  • ISO 14001
Schraubpfähle werden mit einem Bagger auf einer gepflasterten Fläche in der Stadt eingedreht

Fragen

Gelbe Drohnenattrappe im Anflug auf das Netz am Prüfrahmen aus Stahl
Ist HelixHold für unseren Standort geeignet?

Das hängt vom Objekt, von der Drohnenbedrohung, vom Platz um das Objekt und von den Bodenverhältnissen ab. Eine allgemeine Beschreibung des Standorts genügt, um Schutz- und Gründungsvarianten zu besprechen.

Lässt sich das System auch ohne Schraubpfähle errichten?

Ja. Wo oberflächennaher Fels oder erdverlegte Leitungen das Eindrehen von Pfählen verhindern, kann die Konstruktion auf Betonballast stehen. Wo Pfähle möglich sind, ist die Montage in der Regel einfacher und effizienter.

Was unterscheidet HelixHold von einem normalen Netz oder Zaun?

Bei HelixHold werden Netz, Befestigungen, Konstruktion und Gründung gemeinsam für den Aufprall einer Drohne ausgelegt. Wer nur ein Netz kauft, muss Konstruktion, Anschlüsse und Gründung gesondert klären.

Ersetzt HelixHold Detektion oder Störsender?

Nein. HelixHold ergänzt sie als passive Barriere für den Fall, dass eine Drohne das Objekt erreicht.

Wovon hängen Kosten und Lieferzeit ab?

Von der zu schützenden Fläche, dem Schutzniveau, der Konstruktion, den Bodenverhältnissen und dem Montageumfang. Sobald diese Punkte feststehen, erstellen wir ein Angebot mit Preis und Lieferterminen.

Bei einer Ausführung in Etappen kann die Gründung als erste Etappe eingeplant werden.

Wie schnell lässt sich das System montieren?

Das hängt vom Standort und von der Größe der Konstruktion ab. Sind Konstruktion und Netz bereits gefertigt und ist die Gründung gesetzt, bleibt nur noch die Montage.

Was passiert nach einem Aufprall?

Die Netzfelder lassen sich austauschen. Zum Lieferumfang können Ersatznetze gehören, sodass der Schutz nach einem Aufprall schnell wiederhergestellt werden kann.

Welche Angaben sind für eine erste Anfrage nötig?

Für den Anfang genügen eine allgemeine Beschreibung des Objekts, seine ungefähre Größe und der Zeitrahmen. Ist die Drohnenbedrohung bereits bekannt, kann sie ergänzt werden. Die genauen Anforderungen erarbeiten wir gemeinsam.

Wie tauschen wir sensible Projektinformationen aus?

Formular und E-Mail eignen sich nur für eine allgemeine, nicht sensible erste Kontaktaufnahme. Zeichnungen, Lagepläne und genaue Angaben zum Objekt werden ausschließlich über einen vorab vereinbarten sicheren Übertragungsweg ausgetauscht.

Was lässt sich in einem Fachgespräch klären?

Die Konstruktionen werden nach den Eurocodes oder den jeweils geltenden nationalen Normen bemessen.

HelixHold kann für den Aufprall von UAS der Group 3-4 und in Sonderausführung für Bedrohungen der Group 5 ausgelegt werden, jeweils nach der Klassifizierung des US-Verteidigungsministeriums. Zur Group 3 gehören Einweg-Angriffsdrohnen (OWA) wie die Shahed 136. Klassifizierungskriterien und Bemessungsannahmen werden für jedes Projekt vertraulich besprochen. Ausgeführte Projekte sind vertraulich und werden nicht veröffentlicht.

Kontakt

Ihren Standort besprechen

Klären Sie mit uns, ob HelixHold für Ihren Standort infrage kommt und wie ein Projekt ablaufen würde. Für den Anfang genügt eine allgemeine Beschreibung des Objekts.

E-Mail-Adresse oder Telefonnummer genügt.
Projektangaben (optional)

Schutzumfang

Vorhandene Angaben

HelixHold-Konzeptfilm